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Mo.09.00 - 12.00 Uhr
Mi.14.00 - 17.00 Uhr

Gemeinsam aktiv im SGR Segeberg e.V.

Diesen Sport kann jeder mitmachen

Rehabilitationssport

Rehabilitationssport ist gesetzlich im Sozialgesetzbuch- Neuntes Buch (SGB IX) verankert.
Behinderte oder von Behinderung bedrohte Menschen erhalten Leistungen nach den geltenden Leistungsgesetzen, um ihre Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu fördern, Benachteiligungen zu vermeiden oder ihnen entgegenzuwirken.
Rehabilitationssport wird ärztlich verordnet. Unter Anleitung durch speziell ausgebildete Übungsleiter werden Ausdauer, Flexibilität und Kraft mit sportlichen Mitteln und Spielen gefördert.
Der Austausch mit Anderen und das Erleben der Gemeinschaft unterstützen und fördern den Rehabilitationsprozess. Rehabilitationssport stärkt die Eigenverantwortlichkeit für die Gesundheit, schafft Selbstvertrauen und hilft damit auch psychosoziale Krankheitsfolgen besser zu bewältigen.
Zur Sicherung der Nachhaltigkeit wird das Prinzip des lebenslangen Sporttreibens in unserem Verein angestrebt.
Allgemeine Ziele unseres Rehabilitationssports
  • Vermittlung von Freude an der regelmäßigen Bewegung
  • Optimale Betreuung der Teilnehmer aus medizinischer und sportpädagogischer Sicht
  • Optimale Ausnutzung und Verbesserung der vorhandenen körperlichen Funktionen
  • Förderung der Sprach-, Bewegungs-, Gleichgewichts-, Sinnes-, Konzentrations- und Kontaktfähigkeit
  • Verbesserung der Lebensqualität durch gesicherte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben

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Die Ausführung erfolgt nach der Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining vom 01.Oktober 2003 in der Fassung vom 01.Januar 2007.
Der Leistungsumfang (Gesamtanzahl der Übungseinheiten, Dauer des Verordnungszeitraums) ist in der Rahmenvereinbarung definiert und wird vom Arzt auf dem Verordnungsformular (Muster 56) rezeptiert und vom Kostenträger (Krankenkasse) genehmigt.
Die Rehabilitationssportgruppen bedürfen der Anerkennung durch den entsprechenden Fachverband. Unsere Gruppen sind vom Reha-und Behindertensportverband Schleswig-Holstein anerkannt und lizensiert.
Die fortlaufende Überprüfung der ordnungsgemäßen Durchführung des Rehasports erfolgt ebenfalls durch diesen Fachverband.
Die maximale Teilnehmerzahl beträgt in der Regel 15, beim Herzsport 20 Sportler pro Übungsleiter.
Die Dauer einer Veranstaltung darf 45 Minuten, beim Herzsport 60 Minuten nicht unterschreiten.
Eine weitere Besonderheit ist die Möglichkeit, nach Ablauf des Leistungszeitraums, der von der Krankenkasse finanziert wird, weiter als Vereinsmitglied dauerhaft in eine zum bisherigen Sport passende Gesundheitssportgruppe mit ähnlichen Inhalten zu wechseln.
Der überaus günstige Monatsbeitrag von 7.- Euro für eine Einzelmitgliedschaft ist eine Einladung an alle, weiterhin aktiv zu bleiben.
Die Fachübungsleiter werden nach einheitlichen Richtlinien des DBS in den Landes- und Fachverbänden ausgebildet, geprüft und lizensiert. Diese Fachübungsleiterlizenzen müssen in regelmäßigen Intervallen (fachabhängig zwischen 2 und 4 Jahren) aufgefrischt werden.
Medizinische Betreuung ist ein maßgeblicher Grundstein für Menschen, die Rehabilitationssport benötigen. Deshalb haben unsere Gruppen je nach Fachrichtung spezialisierte Gruppenärzte, die beratend und koordinierend für die Gruppe tätig sind.
Beim Herzsport ist die Anwesenheit eines Arztes verpflichtend, deshalb sind wir sehr dankbar, dass die Segeberger Kliniken uns während unserer Sportstunden in der Kliniktherapiehalle und auf dem Außengelände der Klinik die Notrufbereitschaft vor Ort kostenlos zur Verfügung stellt.

Herzsport

Hauptziel des Herzsports ist die bestmögliche ambulante Rehabilitation aller chronischen Herzerkrankungen.
Die pädagogischen Gesichtspunkte liegen im
  • motorischen Bereich: insbesondere durch Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit,
  • affektiven Bereich: insbesondere durch Verbesserung des Selbstvertrauens,
  • kognitiven Bereich: insbesondere durch Kenntnisse und deren Anwendung
    über gesundheitsgerechte Lebensweise,
  • sozialen Bereich: insbesondere durch Mitverantwortung im Gruppen -
    und Gemeinschaftsleben durch Erkennen und Vermeiden ungünstiger Verhaltensweisen.

Ein sehr wichtiges Ziel im Herzsport ist, dass die Sportler ihre eigene Belastung einschätzen und steuern lernen, damit sie im Alltag Überforderungen vermeiden können.

Im organisierten Herzsport gibt es drei grobe Belastungseinteilungen, um die richtige Förderung für jeden Teilnehmer zu ermöglichen und Überlastungen zu verhindern.
Vor Beginn eines Bewegungsprogramms erfolgt eine medizinische Untersuchung, bei der die Belastungsfähigkeit des zukünftigen Teilnehmers ermittelt wird.
Daraufhin erfolgt die Einteilung in eine der möglichen Belastungsstufen:

1.) Hockergruppe = geringe Belastbarkeit (unter 0,5 Watt pro Kilogramm Körpergewicht); lokale Ausdauer, leichtes Krafttraining und Gymnastik mit geringer Intensität sowie Atem- und Entspannungsübungen sind Hauptbestandteile der Übungsstunde. Die Teilnehmer sollen ihre eigene Leistungsfähigkeit vorsichtig kennenlernen und erhalten bzw. verbessern.

2.) Übungsgruppe = mittlere Belastbarkeit (0,5-1,0 Watt pro Kilogramm Körpergewicht); leichtes bis mittleres Ausdauertraining im Bereich der vom Arzt festgelegten Herzschlagzahl pro Minute (Trainingsherzfrequenz), kleine Spiele, leichtes Krafttraining, Gymnastik und Entspannung sind Hauptbestandteile der Übungsstunde.

3.) Trainingsgruppe = gute Belastbarkeit (über 1,0 Watt pro Kilogramm Körpergewicht); Ausdauertraining im Bereich der Trainingsherzfrequenz ist der Hauptbestandteil der Trainingsstunde. Krafttraining, Spiele, Gymnastik, Koordination und Entspannung finden regelmäßig Anwendung, so dass für viel Abwechslung und Spaß gesorgt wird.

Die Belastbarkeit ist mindestens einmal im Jahr (bei Bedarf häufiger) durch den behandelnden Arzt neu zu überprüfen und zu dokumentieren.
Die Steuerung der Belastung während der Übungsstunden erfolgt durch regelmäßige Pulskontrollen (mindestens vor, 1 bis 3-mal während und nach der Sportstunde) und durch genaues Beobachten und Befragen der Teilnehmer durch den Übungsleiter.

Orthopädie-Sport

Haben Sie Beschwerden, die durch den Bewegungsapparat verursacht werden?
Diese können durch Ihre regelmäßige Teilnahme am Orthopädiesport behoben oder gelindert werden.
In Frage kommen zum Beispiel alle Arten von Wirbelsäulenerkrankungen, Arthrose (Verschleiß) der Gelenke (Schulter, Hüfte, Knie…) und alle anderen orthopädischen Erkrankungen. Auch die Vermeidung oder Verzögerung geplanter Operationen kann Ihnen mit Hilfe dieser wirkungsvollen Bewegungstherapie gelingen.
Die Orthopädiesportstunden beinhalten besonders viele Maßnahmen, die die Beweglichkeit, Kraft, Koordination und Ausdauer verbessern. Die motivierende Gruppendynamik und die fachliche Leitung durch erfahrene und lizensierte Übungsleiter mit umfangreichen medizinischen Kenntnissen sind Garanten für Ihren Rehabilitationserfolg.
Es erwartet Sie ein abwechslungsreiches kurzweiliges Training, das sich an den individuellen Möglichkeiten der Teilnehmer orientiert und eine Verbesserung Ihrer Gesundheit erzielen wird. Nebenbei kommt der Spaß natürlich nicht zu kurz, so dass Sie der nächsten Gruppenstunde mit Freuden entgegensehen werden.
Melden Sie sich also bald an, damit Sie mit Spaß und gut gelaunt schnell wieder fit werden!

Reha-Mix

In der Reha-Mix-Gruppe geht es besonders fröhlich zu! Das Training findet vorwiegend im Gehen, Stehen und Sitzen statt. Wenn ausnahmsweise Mattentraining angeboten wird, gibt es immer passende Alternativen in aufrechter Haltung sitzend oder stehend.
Dadurch ist die Gruppe für viele Krankheitsbilder sehr gut geeignet! Jeder findet ein individuell passendes Bewegungsangebot, das die eigenen Fähigkeiten optimal unterstützt und steigert.
Bei welchen Erkrankungen ist die Reha-Mix-Gruppe passend?

1. Erkrankungen der inneren Organe:
  • Diabetes Mellitus = „Zuckerkrankheit“ oder auch die Vorstufe des Diabetes, das sogenannte „Metabolische Syndrom“
  • Störungen der Atemfunktionen und Erkrankungen der Atemorgane, wie beispielsweise Lungenemphysem, Asthma, COPD und andere Atemwegserkrankungen
  • Nierenerkrankungen
  • Durchblutungsstörungen

2. Orthopädische Erkrankungen
  • Jede Art von orthopädischen Erkrankungen, auch und besonders dann, wenn ein Mattentraining nicht oder nicht gut möglich ist

3. Kombinierte Gesundheitseinschränkungen
  • Beispielsweise neurologische Störungen in Kombination mit orthopädischen und internistischen Erkrankungen.

Für alle Teilnehmer an dieser attraktiven Sportgruppe gilt:
  • Sie dürfen sich bewegen
  • Sie dürfen sich etwas Gutes tun
  • Sie erleben Spaß und Freude
  • Sie treffen Gleichgesinnte
  • Es gibt keinen Leistungsgedanken
  • Sie können sich jederzeit „weniger oder mehr“ anstrengen, und vor Überanstrengung bewahrt Sie zudem noch der erfahrene Diabetessportfachübungsleiter
  • Sie unterstützen aktiv Ihre Gewichtskontrolle
  • Sie verbessern Ihre Blutfett-, und Blutzuckerwerte
  • Durch Ihre gesteigerte Fitness sind Sie abwehrkräftiger und glücklicher

Reha-Mix ist für alle geeignet, die trotz kleinerer oder auch größerer gesundheitlicher Einschränkungen viel Spaß und Freude an gemeinsamer Bewegung erleben möchten.

Dies alles gibt es auf für Sie Rezept!

Sport in der Krebsnachsorge

Nach einer Krebserkrankung ist die Teilnahme an einer Bewegungsgruppe gemeinsam mit ebenfalls Betroffenen eine Wohltat für Körper und Seele.
Eine einfühlsame Übungsleiterin führt Sie schrittweise wieder in Ihren Alltag zurück und sorgt dafür, dass Sie neue Lebenskraft gewinnen!
Alle Einschränkungen, die mit der Erkrankung einhergehen, werden behutsam und kontinuierlich abgebaut. Ausdauer, Beweglichkeit und Kraft kehren wieder und bereiten Ihnen ein positives Lebensgefühl.
Die Übungsauswahl richtet sich immer nach den Bedürfnissen und Zielen der Teilnehmer-/innen. Es kommen Kräftigungsübungen, Dehnungen, leichte Geschicklichkeitsspiele und Gleichgewichts-, sowie Gedächtnisübungen und Ausdauereinheiten zum Einsatz. So wird auch eine langfristige Stärkung des Immunsystems erreicht.
Das gemeinsame Bewegen in der Gruppe macht viel Spaß! Bekanntschaften und neue Freundschaften bereichern Ihren Alltag und stärken Ihr Selbstwertgefühl.
Melden Sie sich gern zum „Schnuppern“ an!